Madrassa gegen Musharraf - Machtkampf in Pakistan

07 July 2007
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Um die Rote Moschee in Islamabad wird weiter gekämpft. Erneut lieferten sich pakistanische Sicherheitskräfte und radikale Islamisten heftige Schusswechsel. Man werde nicht aufgeben, sondern lieber den Märtyrer-Tod sterben, sagte Abdul Rashid Ghazi, einer der Leiter der Koranschulen, die zu der Moschee gehören, in einem Telefoninterview. Diese Koranschulen, die Madrassen, sind seit langem als Hochburg des militanten Islamismus in Pakistan bekannt - mehrfach gingen von ihnen Aufrufe zu Selbstmordanschlägen gegen die westlichen Truppen in Afghanistan aus. Pakistans Präsident Musharraf - so scheint es - hatte sich gegenüber den radikalen Koranschülern bislang zurückgehalten. Über die Hintergründe des Konfliktes spricht Oliver Rehlinger mit Dr. Jochen Hippler, Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Audio - mp3