Europas neue Großgrundbesitzer

19 ဧပြီလ 2013
In the media

Nicht nur in Lateinamerika kontrollieren Investoren immer mehr Land: Auch Europas Äcker werden aufgekauft. Die Konzentration nimmt zu, besagt eine Studie.

Die Landkonzentration nimmt zu. Nicht nur in Deutschland, den Trend gibt es in ganz Europa. Zu dem Schluss kommt eine Untersuchung, die das Amsterdamer Transnational Institute in dieser Woche veröffentlicht hat. Darin heißt es, in manchen Ländern Europas sei das Land ebenso ungleich verteilt wie in Brasilien, den Philippinen und Kolumbien – Staaten, in denen die Landfrage zu teils gewaltsamen Konfliktengeführt hat. Die Hälfte des Agrarlandes in Europa sei im Besitz von drei Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe. 

Für die Autoren der Untersuchung ist das ein Skandal. "Wenige große Privatunternehmen haben die Kontrolle über immer größere Flächen von Land gewonnen", schreiben sie. Noch schlimmer: Die "Land-Elite" werde durch eine "enorme Injektion von öffentlichen Geldern" unterstützt, "zu einer Zeit, in der alle anderen Staatsausgaben massiven Kürzungen unterworfen werden". Viele der Investoren hätten Verbindungen zum globalen Handel von Agrargütern und alle seien auf der Suche nach Gewinn aus der Spekulation mit Land.

Read the full article here.